Maring St. Remigius

 


Die Maringer Kirche

  Die Filialkirche St. Remigius wurde 1826-1829 als Hallenkirche im klassizistischen Stil erbaut. Der Chor und die Säulen sind ebenso wie die Kassettendecke römisch-klassizistisch, die spitzbogigen Fensterelemente dagegen byzantinisch.

 

Von der Vorgängerkirche, die unterhalb des jetzigen Standortes auf dem heutigen Schulhof stand, sind noch die beiden Seitenaltäre vorhanden: Der Kreuzaltar des Trierer Bildhauers Hans Ruprecht Hoffmann (rechts) stammt von 1601. Der linke Seitenaltar, ein Marienaltar, stammt von 1730 und ist ebenfalls gestiftet. Die Orgel wurde 1888 zum ersten Mal gespielt. Ihre Anschaffung ist insbesondere auf das Engagements des damaligen Schullehrers Nikolaus Henkel zurückzuführen, der für seinen großen Traum von der musikalischen Umrahmung der Gottesdienste in der Maringer Kirche sogar tief in seinen eigenen Geldbeutel griff und so manchen Ärger mit der Finanzierung hatte. Auch heute tut sie noch ihre Dienste, ist aber leider in einem renovierungsbedürftigen Zustand.   Zu erwähnen sind außerdem die alten Kreuzwegstationen von 1861, die 1998 restauriert wurden. Die Maringer Kirche befindet sich erst seit 2001 wieder in ihrem Originalzustand, nachdem in ihrem „Schicksalsjahr“ 1962 unter Pastor Georg Faber alle Wände, die Kassettendecke und auch die biblischen Szenen über den Seitenaltären grau übermalt wurden.
Nachdem die Remigius-Kirche 1987 unter Denkmalschutz gestellt worden war, plante man ab 1990 eine Gesamtrenovierung des Innenraumes. Insgesamt brachte die Pfarrgemeinde für diese Maßnahmen bisher einen Betrag von mehreren hunderttausend Mark auf. Darüber hin-aus sind alleine bei der letzten Renovierungsmaßnahme 400 freiwillige Arbeitsstunden geleistet worden.

 

Raymund Weber schreibt in seinem Kapitel über die Maringer Kirche zum Schluss:
„Fazit: Heute erstrahlt unsere gute alte Remigius-Kirche wieder neu in ihrer alten Schönheit. Möge sie für die Menschen in unserem Dorf (Anm. d. Verf.: und natürlich darüber hinaus) das bleiben, was sie einhundertsiebzig Jahre lang gewesen ist- ein Ort der Sammlung, des Gebetes und der Danksagung an den Herrgott!“
 
Quellen:
- WEBER,Raymund (2001): Maring-Noviand-Siebenborn.- Heft 7 der Reihe, S. 11f
- WEBER,Raymund (2000): Maring-Noviand-Siebenborn.- Heft 5 der Reihe, S. 33f
- Trierischer Volksfreund vom 16.07.2001 und 1.12.2001